‚Life is grand‘ in Zürich – Citytrip samt Traumhotel

Einen Tag später als  geplant, komme ich nun endlich dazu, Euch meinen kleinen, aber feinen Reisebericht über Zürich zu präsentieren 🙂

Mein Bandpartner Amir und ich hatten eine wundervolle Zeit in Zürich, das Wetter war unglaublich schön und wir hatten genügend Gelegenheit, uns einen ersten Eindruck von der Stadt zu machen. Es war ja eine Art ‚Workation‘- sprich, wir haben gearbeitet und Freizeit genossen. Aber nun mal schnell zum Anfang, sonst werde ich wieder zu ausführlich 😉 Wie immer könnt ihr in meinen Beiträgen zu den Überschriften springen, damit ihr nicht alles lesen müsst, um an die Infos zu gelangen 🙂Warum wir nach Zürich flogen:

Anlässlich des zweijährigen Jubiläums des Kameha Grand Hotels in Zürich sind wir als musikalisches Duo Melarima eingeflogen, um den Anlass entsprechend mit unserer Musik zu untermalen. Es war uns eine Ehre, das erste Mal gemeinsam in der Schweiz zu spielen, vor allem in dieser wundervollen Location 🙂

Das Kameha Grand Hotel Zürich:

Ich glaube, ich habe selten so ein wunderbares Hotel besucht. Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, wo ich mit meinem Lob anfangen soll. Starten wir einfach mal bei der Abholung am Flughafen. Abel, der an diesem Tag den Shuttle Service vom Hotel übernahm, stand pünktlich am Gate und empfang uns mit Namensschild und einem sehr schönen Maserati zur Abholung. Welch ein Empfang. Nach kurzer Fahrt von etwa 10 Minuten erreichten wir dann das prachtvolle, moderne Haus. Hier für Euch schon ein paar Bilder von der Außenansicht:

Was wirklich immer wieder hervorzuheben ist, ist die Tatsache, dass man in diesem Hotel das Gefühl hat, dass jeder der Angestellten seinen Job mit Herz macht. Die Liebe zum Detail kennt hier einfach keine Grenzen. Wir wurden sehr persönlich mit Namen begrüßt, eingecheckt und informiert. Das alles dauerte weniger als 5 Minuten und war vollkommen ausreichend. Als ich meine Serenity Suite betrat, war ich sofort so begeistert, dass ich am liebsten die ganze Zeit darin geblieben wäre. Der Designer Marcel Wanders hat diese Suite in hellen, freundlichen Tönen gestaltet, samt Yoga Matte von Stella Mc Cartney (LOVE DETAILS!) und dazugehöriger Literatur. Die Fenster sind riesig und ringsum mit Jalousien ausgestattet. Wenn man herein kommt, drückt man einfach auf den ‚Day‘ oder ‚Night‘ Button auf der Lichtsteuerung und die Lamellen schließen oder öffnen sich. Das ist wirklich ganz besonders toll, denn immer dann, wenn ich nach dem Frühstück herein kam und auf Day gedrückt habe, durchflutete das Tageslicht die Suite von allen Seiten. Es ist magisch.

 

Sehr praktisch finde ich auch die Kitchenette die zur Verfügung steht. So kann man einfach im Zimmer bleiben, wenn einem danach ist.

Nun kommen wir mal zu meinen Lieblingsdetails 🙂

Das Badezimmer ist ein TRAUM 🙂 Das Design ist leicht und modern, luxuriös und einladend. Wie oft habe ich tolle Hotels besucht und mich dann über die Einrichtung des Bads geärgert. Es ist hier endlich mal jemand auf die Idee gekommen, das Bad zwar offen zu gestalten, aber gleichzeitig die Möglichkeit zu bieten, sich zurückziehen zu können. Man kann die wunderschönen Türen, die im übrigen sehr dekorativ sind, nämlich ganz einfach schließen, wenn man möchte. Denn ganz ehrlich Mädels, gewisse Bad Aktivitäten, möchte man ja nicht teilen müssen.

Eine freistehende Badewanne, eine großzügige Dusche samt Dampfbad, zwei Waschbecken, ausreichend Licht und Strom, verspiegelte Türen, die es erlauben, sich ganz entspannt von allen Seiten zu sehen- sehr praktisch, wenn man sich die Haare für den Abend richtet, und wunderbar duftende Seifen von Molton Brown. Ich liebe es! Außerdem gibt es Schubladen, man hat also auch die Möglichkeit seine Utensilien unsichtbar einzulagern 🙂 Der Fön ist kein billiger ‚ich muss jetzt während des Vorgangs die ganze Zeit auf diese Taste drücken Fön‘, sondern ein hochwertiger Friseursalon Fön, mit dem man sich auch ordentlich die Haare machen kann. Auch zum Schminken ist es hell genug und wenn man einmal länger braucht, kann man einfach auf den ‚do not disturb‘ Button drücken und braucht kein Schildchen an die Tür zu hängen 🙂

Auf der Badewanne gibt es eine kleine Ablagefläche, auf dieser befindet sich neben einem Schaumbad auch eine Kerze und Streichhölzer. Man sollte also theoretisch jeden Abend eine Weile dort verbringen und lesen, Musik hören,- ja, selbst im Bad gibt es Lautsprecher- und einfach nur genießen.

Wer hier eincheckt, fühlt sich einfach sofort gut aufgehoben. Es gab sogar einen sehr leckeren Cupcake zur Begrüßung. Für meine detail- und designverliebte Seele hat dieses Zimmer einfach alles, was es braucht.

Technik und noch mehr Service im Zimmer:

Es ist wunderbar, wie vollkommen diese Suite ausgestattet ist. Zwei Fernseher (auch zum Musik hören toll) Deluxe Musik konnte man direkt anwählen und weitere ‚Lieblingskanäle‘ werden direkt mit angeboten. Eine Adapter Armada direkt am Schreibtisch, sprich, man kann fast alles aufladen, was man so dabei hat, samt USB Anschluss etc.

Außerdem fand ich sensationell, dass es eine Energy Card gibt, die man außen am Zimmer anbringen kann. Für jeden Tag, an dem man auf die Reinigung verzichtet, bekommt man 15 Franken an der Bar gutgeschrieben. Das ist nicht nur toll für die Umwelt, sondern schont auch das eigene Portemonnaie. Großartige, moderne Idee.

Frühstück und Lage:

Die Lage des Hotels ist sehr nah am Flughafen, trotzdem hört man von den Fliegern nichts. Direkt nebenan ist der Glattpark, ein neues Wohngebiet samt See und Laufstrecken. Man kann also wunderbar im Supermarkt einkaufen, wenn man etwas braucht, kann wundervoll entlang des Radweges laufen, (hier bekam ich an der Rezeption eine eigene Kameha ‚Laufmap‘) und hat die Tram Haltestelle direkt vor der Tür. So konnten wir problemlos mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in die Stadt fahren (20 min. Fahrtzeit, Kosten etwa 4€ je Strecke) und Zürich erkunden. Wir sind auch öfter abends zum Sonnenuntergang zum See spaziert und haben das Wetter und die frische Luft genossen. Die gesamte Architektur um den See ist sehr modern und eckig. Erinnerte mich etwas an Stockholm oder den Düsseldorfer Hafen.

Frühstück:

MMMMMHHH 🙂 Da wurde mein detailverliebtes Wunschdenken nicht enttäuscht. Es gab Bananenkuchen und Erdnussbutter, Avocadocreme und frischen Fruchtsalat mit Minze. Smoothies, Omelettes und natürlich all dass, was einem beim Frühstück so begegnen sollte. Herrlich. An der goldenen Bar vorbei, die im übrigen überall mit Ladestationen für Handys ausgestattet ist, direkt in den tollen Frühstücksaal, dessen Tische mit wunderschönen, bunten Fliesen gestaltet sind. Das macht sofort gute Laune und erinnerte mich an Lissabon mit seinen Fliesenbildern.

Personal und Fazit:

Wie gesagt, ich habe schon sehr viele Hotels besucht, in tollen Zimmern geschlafen und gut gegessen. Aber dieses Haus hat nicht nur einen wunderbaren luxuriösen und modernen Charakter, sondern auch ein echtes Herz. Jeder wusste meinen Namen, jeder wusste, was ich gerne frühstücke, bei jeder Begegnung wurde ich begrüßt und nach meinem Befinden gefragt. Es war eine ‚echte‘ Frage und es hat sich gut angefühlt. Ich muss ein riesen Lob aussprechen für diesen unglaublich tollen Service. Das hat bislang noch kein Hotel getoppt. Chapeau. Wer mal einen Abstecher nach Zürich machen möchte, sollte sich unbedingt hier einmieten. Gerade wenn man mit einer Freundin oder seinem Liebsten unterwegs ist, ist es einfach himmlisch. So viele Möglichkeiten und trotzdem eine Oase der Ruhe. Ich komme wieder. Keine Frage.

Zürich aus meiner Sicht:

Wir hatten ja nicht sehr viel Zeit, diese schöne Stadt zu erkunden. Was tut man also, wenn man sich nicht auskennt? Ich mache sie fast immer und überall, die klassische Stadtrundfahrt, die einem erstmal einen Überblick verschafft. Wir haben uns für die Tour von ‚Get your guide‚ entschieden. 4.15h mit Busfahrt, Fähre und Seilbahn. Schließlich wollten wir nichts verpassen. Für recht stolze 107 Euro für zwei Personen sind wir also am vorgegebenen Treffpunkt, unweit des Hauptbahnhofes eingecheckt worden, samt Button zum Aufkleben, rein in den Bus. Alles in allem war es eine sehr entspannte Tour. Leider war die Seilbahn defekt, so dass wir als Ausweichattraktion ins Lindt Schokoladen Outlet gebracht wurden. Das fand ich semi optimal, da ich ohnehin nicht vor hatte, mir Schokolade zu kaufen und wir geschlagene 35 Minuten vor Ort bleiben mussten. Eine Alternative wäre schön gewesen. Ringsum gab es auch keine Möglichkeit, einen Café zu trinken oder ähnliches und unser Magen knurrte schon ordentlich. Gut, das hatten wir ja selbst zu verantworten, aber dennoch, was das ein wenig neppmäßig. Wir haben uns dann durch die Schokoladeneier von Lindt probiert und unser Hüftgold ganz weit nach vorne gebracht. Zumindest waren wir danach satt und glücklich 🙂 Die Reiseführerin wirkte von Beginn an etwas gestresst und routiniert, so richtig Spaß hatte sie glaube ich nicht. Dennoch war es ein sehr entspannter Ausflug, bei dem wir einiges über Zürich lernen konnten. Was ich spannend fand, war die Info, dass es in Zürich 1200! Trinkwasser Brunnen gibt, oder dass der Autor Thomas Mann hier gelebt hat und auch gestorben ist. Tina Turner lebt auch in der Schweiz, an ihrer Villa sind wir vorbei gefahren worden. Sehr hübsch sah das aus. Der Schreber Garten wurde im übrigen auch erklärt- Namensgeber war wohl der Leipziger Arzt Herr Dr. Schreber- nur für den Fall, dass ihr mal bei Günther Jauch sitzen solltet 😉  Das Dolder Grand Hotel, das ein wenig aussieht wie ein Disney Schloss, ist das best renovierte Schlosshotel weltweit. Eine Übernachtung hier kostet wohl mindestens 1500,00 €, es muss also eine dolle Unterkunft sein 😉 Drin waren wir nicht, aber die Autos die uns passierten, waren ausschließlich gute Ferraris und Bentley Cabrios. Hier am Zürcher Berg ist der Wohlstand offensichtlich gern zu Hause.

Ansonsten war die Fahrt durch Zürich relativ unspektakulär. Ich denke, man kann hier durchaus mal ein langes Wochenende verbringen, aber im Grunde hat man in kurzer Zeit viel gesehen und es war außer ein paar Highlights nichts dabei, das ich unbedingt nochmals sehen muss. Außer dem Hotel 😉

Am nächsten Tag haben wir dann die Stadt zu Fuß unsicher gemacht. Wir sind zur berühmten Bahnhofstraße gefahren, an den Zürcher See spaziert, haben einen Cappuccino  im Landesmuseum getrunken und bei Sprüngli die kleinen Luxemburgerli’s probiert. Generell sollte man in Zürich ein paar Euro mehr einplanen als in der Heimat. Man kann hier ganz entspannt für zwei Cappuccino 16 Euro ausgeben, das ist kein Problem. Für eine Pizza muss man mit 20 Euro rechnen und das wäre dann nicht in einem Restaurant, sondern eher in einer Take Away Bistrokette. Man merkt also, die Schweizer verdienen etwas besser als wir. Generell ist uns aufgefallen, dass die meisten Zürcher sehr gut gekleidet waren. Tolle Looks, wie in einem Editorial Magazin. Das war wirklich ein Augenschmaus. Die Bahnhofstraße an sich und auch der Zürcher See sind wunderbar zum Schlendern geeignet, hier sollte man also in jedem Fall mal vorbeischauen. Leider haben wir es nicht geschafft, noch mehr in Zürich zu erleben, wir hatten ja quasi nur einen Abend, an dem wir auswärts gegessen haben, und das haben wir quasi direkt in der Stadt erledigt, auf der Löwenstraße, die ich persönlich ziemlich cool fand. Hier habe ich ein paar Lädchen entdeckt, die etwas individueller waren, lockerer und alternativer 😉
Für mich ist Zürich ein fancy Spot in Europa. Wer das nötige Kleingeld hat, kann hier shoppingmäßig sicherlich sehr gut auf seine Kosten kommen. Der Lifestyle ist hoch und exklusiv und die Menschen sind schön anzusehen. Wer hier noch nicht gewesen ist, sollte es sich in jedem Fall einmal anschauen. Es ist so charmant, diese prachtvollen Villen und Altbauten zu sehen und gleichzeitig immerzu diese ‚lis‘ an den Namensendungen zu lesen. Das ist irgendwie niedlich. Dazu stelle ich mir immer fleißige Uhrmacher vor. Mit Brille und ganz langsam agierend 🙂 Entschuldigt, liebe Schweizer, wenn ich mich hier einem Klischee bediene 🙂 Zürich, es war mir eine Freude 🙂 Bis bald 🙂

 

 

4 Kommentare zu „‚Life is grand‘ in Zürich – Citytrip samt Traumhotel

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