Two nights in Frankfurt – Designhotel ‚ROOMERS‘ und auch die Roomers Bar

img_5512Roomers, auf Deiner Zimmerkarte steht: ‚Ich habe kaum geschlafen, werde die Nacht jedoch nie vergessen‘ natürlich klingts cooler auf Englisch, so steht’s auch drauf 🙂 Hört sich zunächst vielversprechend an, wenn man auf ein Abenteuer aus ist. Und das ist es auch wahrlich. Ein Abenteuer. Natürlich eines ohne Dschungel und Insekten, eher ein Abenteuer für Großstädter.

Wenn ich an dieser Stelle bereits eine Empfehlung aussprechen darf, dann an frisch verliebte, Gesellschaft suchende oder an Paare, die sich mal etwas gutes tun wollen. Junges Publikum, zwischen 20-50. Natürlich auch an Designverliebte, und an Barlover, letztere benötigen allerdings schon ein wenig mehr Budget als gewohnt. Nun- es ist eben schon sophisticated und Deluxe im Hause Roomers. Aber dazu später mehr.

Angekommen in der Frankfurter Innenstadt gibt es erstmal keine Auffahrt oder Vorfahrt, man stellt sich ganz frech auf den Gehweg vor den dunkel gehaltenen Eingang und wird ziemlich zügig vom aufmerksamen Parkwächter in Empfang genommen. Dieser tauscht flink Autoschlüssel gegen schickes schwarzes Quittungsblättchen aus, und holt auch selbständig das Gepäck aus dem Kofferraum, um nachher alles ins Zimmer zu befördern. Dieser Service ist in jedem Fall deluxe, jedoch auch unverzichtbar, da man sonst gar keine Möglichkeit hat, auszuladen. Vor dem Hotel gibt es einige wenige Stellplätze, ich glaube tatsächlich etwa 4-5 und diese sind natürlich schon besetzt von Porsche, Maserati und Co. Standesgemäß eben. Der Frankfurter Yuppie weiß wo er einen guten Drink bekommt.

Beim Check – in erwartete uns ein sehr netter Mitarbeiter, auch hier wieder exzellenter Service, ein guter gratis Prosecco und alle Infos die man benötigt. Eines meiner absoluten Highlights- Frühstück am Wochenende bis 13 Uhr- nicht schlecht. Ich muss dazu sagen, dass wir um etwa halb 3 morgens angekommen sind. Die Lobby war gut belebt von jungen, trendigen Typen und wir hatten gleich Lust, nach dem ‚frisch machen‘, runter in die hauseigene Bar zu gehen, da diese immerhin noch bis 4 Uhr geöffnet hatte. Wie praktisch, man braucht nicht mal eine Jacke mit runter zu nehmen und kann im Anschluss einfach ins Bett fallen. Auch hier- definitiver Mehrwert.

3am- die Bar ist übersichtlich und dennoch groß genug. Die Musik ist gut gewählt und macht Spaß. Und auch das Publikum ist jung und stylish, etwas Yuppie konservativ- die Internatstruppe ’soundso‘ und der Stadtbekannte Rapper sind auch da. Aber dafür keine älteren Herren, die Anschluss suchen.Wie angenehm.  Der Tresen bildet die Mitte in einem Oval. Ringsrum tummeln sich die Leute und trinken tanzend ihre hippen Drinks. Meine Freundin war hier schon einmal zu Gast und empfiehlt den Basil Smash zu trinken. Irgendwas mit Basilikum und Gin. Und ja, der Barkeeper zaubert einen großartigen Drink. Der Rapper spendiert uns einen ‚Kurzen‘- Miri wünschte sich ‚Erdbeere Limes‘. Vermutlich kennt der Rapper die Preise des Basil Smash und offeriert darum keinen weiteren jener. Aber was soll das schon kosten? Karten habe ich nicht ausliegen sehen, also genehmigen wir uns als Absacker auch noch einen zweiten Basil. Leider ist das Basilikum aus- darum wird er nun mit Minze serviert. Macht ja nichts, wir sind flexibel. #Ruhrgebietstyle.

Recht pünktlich um kurz vor vier geht das Licht an, die Musik schwingt auf ‚Gute Nacht Modus‘ um und wir wissen, es ist Zeit zu gehen. Die aufmerksame Barkeeperin bringt mir schnell noch die Rechnung zum abzeichnen. Gut, dass die Preise jetzt in etwa Ibiza Niveau haben, hatte ich nicht erwartet. Ich bin zwar aus guten Häusern auch entsprechende Preise gewöhnt, aber knapp 70 Euro für 4 Drinks fand ich etwas happig. Dafür ganz klar ein Minus Punkt von meiner Seite. Nicht falsch verstehen, natürlich sollte man leben und leben lassen- aber an dieser Stelle fühle ich mich doch etwas geschröpft. War ja schließlich kein Jahrgangschampagner. Aber gut, mein Fehler, hätte mich vorab informieren können- aber ich dachte, dass auch hier die Liebe zum Detail, und somit das Haus, seinen Gästen, die in der Regel ja gute Raten für die Zimmer zahlen, ein gutes Gefühl gibt und etwas angemessenere Preise aufruft. Ein weiterer Minuspunkt zur Bar- es darf geraucht werden- was für mich als Nichtraucher ziemlich uncool war. Demnach sehnte ich mich doch sehr nach einer Dusche um den Rauch der ganzen Bar aus meinen Haaren zu waschen.

 

Nun denn. Wir begeben uns also in unser- wie angekündigt- ruhiges Zimmer auf der 4 Etage. Und ja, es ist wirklich wunderbar ruhig und einfach eine Augenweide. Ein sophisticated, sexy Zimmer. Es ist irgendwie verrucht, aber sehr edel dabei, alles sehr dunkel mit viel schwarz und lila, glänzende Ablagen im Bad, definitiv ein Zimmer das sich beste Freundinnen, oder recht eingespielte Paare teilen könnten, denn die Toilette ist nur von einer verzierten Glasscheibe verhüllt. In der Dusche gibt es einen großen Spiegel und viel Platz, außerdem eine recht großzügige Sitzgelegenheit, lach. Jeder wie er meint, nech. Wäre die Toilette etwas isolierter oder versteckter, würde ich es als perfekt bezeichnen. Dann könnte man zur Not auch mit seinem Kumpel dort übernachten. So aber eher für Menschen, die sich gut kennen, oder keinerlei Berührungsängste mit recht offenen Badkonstruktionen haben. Ein wundervolles, hochwertiges Bett, tolle Bettwäsche, kuschelige Kissen, ein felliges Plaid, großartige Lichtinstallationen die man von fast überall aus bedienen kann. Diese hoch technischen Schalter konnte ich zwar nicht ganz korrekt nutzen, ich habe mich ehrlicherweise dieser Materie auch nicht besonders intensiv gewidmet. Von daher, es geht bestimmt, wenn man sich einmal damit vertraut gemacht hat. Die schweren Vorhänge sichern dass man den Tag zur Nacht machen kann und die ultracoole Bluetooth Box von Marshall sorgt für den Sound sobald man sich connected hat. Auch das Wifi funktioniert tadellos und zügig.

Kommen wir näher zu den Details- mein Lieblingsaccessoire im Bad- die Seifen. Diese duften wunderbar erdig. Kein billiger 08/15 Duft, ausgewählt und gut. Es gibt alles, was man braucht. Shampoo, Conditioner, Handseife und Body Nectar. Letzterer war etwas gewöhnungsbedürftig da die Substanz recht durchsichtig und flüssig war, ich hatte ihn mir etwas cremiger vorgestellt. Aber gut- das soll keine Kritik sein, nur der Hinweis, dass man keinen wirklichen Lotion Ersatz vorfindet. Leider gibt es auch keine kleinen Größen die man sich als Erinnerung mitnehmen kann, sondern nur die nachfüllbaren großen Spender- was ich sehr ‚grün‘ finde. Diese kann man für knapp 30 Euro kaufen. Wäre in klein, ein nettes Give Away gewesen. Der Aufdruck ‚Dreckig bleiben‘ lädt zum Augenzwinkern und schmunzeln ein. Darum noch mal der Hinweis am besten mit einem/ einer Vertrauen dort zu nächtigen.

Gut ausgeschlafen sind wir dann zum Frühstück ins Erdgeschoss gefahren und haben uns erstmal ein Bild über die Auswahl gemacht. Auch hier war das Personal wahnsinnig aufmerksam und freundlich, trotz der Größe des Hotels sehr persönlich und gut geschult. Absolut top. Es gab erfreulicherweise auch Mandelmilch, Smoothies, Detox Water, Lactosefreies Müsli, frisches Roastbeef, Pancakes, Omelettes, alles wirklich auf den Punkt gebracht. Wer also auch nur mal Lust auf ein schönes Frühstück hat, der wird sich hier wohlfühlen.

Am Nachmittag haben wir dann entschlossen auch die Programmpunkte Room Service und  In- Room Massage zu testen. Beides eine gute Wahl. Das Essen kam schnell und war ausreichend für einen Snack für zwei. Fritten mit Trüffelmayo und das Clubsandwich mit Chips. Schmeckte alles vollkommen in Ordnung und auch der Preis war ok. Fritten 9 Euro, Sandwich 21 Euro. Das war im Vergleich zu den Preisen der Drinks annehmbar für ein Haus dieser Qualität.

Die Rezeptzionistin informierte uns darüber, dass es im Haus selbst keine Behandlungsräume für Massagen gibt. Sie könnten uns jedoch einen Tagungsraum vorbereiten. Nein, das war nicht nach unserem Gusto. Lieber im Bademantel bleiben. So entschieden wir uns für die IN Room Variante, die aber dann nicht parallel stattfinden kann, da für die Liege, die mitgebracht wird, nicht genug Platz wäre, würde man zwei davon aufstellen wollen. Leider waren alle Termine ausgebucht und unsere anfängliche Freude verpuffte etwas. Gut, darum muss man sich auch eher bemühen. Zwei Minuten später dann doch der Anruf, dass jemand abgesprungen sei und die Massage Dame in 15 Min. bei uns ankommen würde. Donny war ihr Name. Eine junge, herzliche Asiatin, die uns beiden eine wunderbare 1stündige Massage gab. Natürlich hatte dieser Service auch einen höheren Preis, aber nicht wie im Menü- 110 Euro je Kopf, sondern nur je 95,00€ was eine erfreuliche Überraschung war.

Den Abend verbrachten wir dann auswärts mit Dinner im VAI VAI, das sehr zu empfehlen ist und einer Runde in der Pik Dame. Beides sicherlich nett, wenn man mit Freunden einen Abend verbringen möchte.

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Am nächsten Morgen durfte das Zimmer bis 14.30 Uhr besetzt bleiben, was sicherlich auch ein großer Pluspunkt für dieses Haus ist. Beim Check-out gab es dann aber doch noch versteckte Nebenkosten, die mir ein wenig den Start in den Tag verdarben. Das Parken, das wie selbstverständlich abgewickelt wird, schlug mit 50,00€ zu buche. Hier hätte ich mir gewünscht vorab informiert zu werden, dass am Ende dann diese Kosten auf mich zukommen. Meine Freundin hatte gesagt, es sei inkludiert. War wohl bei Ihrem letzten Besuch so. Davon war ich dann auch ausgegangen. Ein toller Service dachte ich. Hätte man mir beim Check in den Hinweis dazu gegeben, hätte ich a)- damit gerechnet oder hätte b) eine Alternative finden können.

Alles in allem ist das Roomers ein ganz tolles Haus. Wirklich schöne Details, tolles Design, sehr gepflegt, sauber, ansprechend, geschmackvoll. Top Personal. Wenn man vorab einplant, dass man hier und da ein paar Euro mehr ausgeben muss, um es sich auch gutgehen zu lassen, und es einem das Wert ist, kann man sich hier sehr wohl fühlen. Wenn man jedoch etwas auf den Euro schauen muss und ein Angebot bei beispielsweise booking.com schnappt- sollte man in jedem Fall das Parken bedenken und evt. auswärts einen Drink nehmen. Denn bei aller Dekadenz die das Haus ausstrahlt- gibt es durchaus noch Gäste, die vielleicht nicht so locker mit Ihrem Geld umgehen können. Es gibt ja beim Check – in  auch keinen Champagner- sondern Prosecco.

Meine Bewertungen zu Hotels und Restaurants, Aktivitäten und Events findet Ihr im übrigen auch bei Tripadvisor – dort heißt mein Profil : Melinka Papinka

 

Und jetzt wünsche ich Euch allen wundervolle Feiertage, friedlich und ohne Angst, mit viel Liebe und glänzenden Augen. #nofearplease-justlove

 

 

 

 

 

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